Rechtsanwaltskanzlei Martina  Jansik   Nachehelicher Unterhalt ____________________________________________________________ Rechtsanwaltskanzlei Martina Jansik Am Falkenberg 117 12524 Berlin-Altglienicke Tel: 030 - 67 80 26 29 Fax: 030 - 67 80 28 54 Mail: ra-jansik@t-online.de Nach rechtskräftiger Scheidung der Ehe obliegt es jedem Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Ist er dazu außerstande, hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Unterhalt. Zwar steht nach der Neuregelung des Unterhaltsrechts der Grundsatz der Eigenverant- wortung im Vordergrund, dieser wird aber durch das Prinzip der nachwirkenden Mitver- antwortung des wirtschaftlich stärkeren Ehegatten für den wirtschaftlich schwächeren Ehegatten eingeschränkt. Unterhalt kann dann vom geschiedenen Ehegatten u.a. verlangt werden, wenn zum Zeit- punkt der rechtskräftigen Scheidung der Ehe wegen der Betreuung eines gemeinsamen Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht aufgenommen werden kann  (Betreuungsunterhalt) aufgrund Alters / Krankheit der geschiedene Ehegatte nicht ausreichend erwerbstätig sein kann (Unterhalt wegen Alters / Krankheit) trotz umfangreichster Bemühungen keine angemessene Erwerbstätigkeit gefunden werden konnte (Erwerbslosenunterhalt) der geschiedene Ehegatte, um wirtschaftlich selbständig zu sein, eine Berufsausbildung, Umschulung oder Fortbildung aufnimmt. Im Einzelfall kann der Unterhaltsanspruch aber auch herabgesetzt, zeitlich begrenzt oder sogar versagt werden. Zur Sicherung seines eigenen Lebensunterhaltes muss jedoch jedem Unterhaltspflich- tigen der s.g. Selbstbehalt in Höhe von gegenwärtig 1.000,00 Euro verbleiben. Da sich die Berechnung des Unterhalts in der Praxis oft als sehr umfangreich und kom- pliziert erweist, kann an dieser Stelle auf die Einzelheiten nicht genauer eingegangen werden.  © 2018 Rechtsanwaltskanzlei Jansik