Rechtsanwaltskanzlei Martina  Jansik   Erbrecht ____________________________________________________________ Rechtsanwaltskanzlei Martina Jansik Am Falkenberg 117 12524 Berlin-Altglienicke Tel: 030 - 67 80 26 29 Fax: 030 - 67 80 28 54 Mail: ra-jansik@t-online.de Zwar ist die Erbfolge im Gesetz geregelt, doch sollte Jeder überlegen, ob diese - wie nachfolgend dargestellt  -  auch tatsächlich dem eigenen Willen entspricht: Erben 1. Ordnung: Abkömmlinge, also Kinder, Enkel, Urenkel       des Erblassers Erben 2. Ordnung: Eltern, Geschwister, Neffen und Nichten des      Erblassers sowie deren Kinder, Erben 3. Ordnung: Großeltern, Onkel und Tanten, Cousine und      Cousin des Erblassers sowie deren Kinder Unabhängig von dieser gesetzlichen Erbfolge besteht die Möglichkeit, durch eine testa- mentarische  Verfügung   (Verfügung von Todes wegen)   das Vermögen beliebig  auf- zuteilen. Zu unterscheiden sind dabei das Einzeltestament und das  gemeinschaftliche  Testament,  wobei   diese  als  eigenhändiges  oder  notarielles  Testament   errichtet werden  können.  Ebenso  besteht die Möglichkeit der Beurkundung  eines Erbvertrages. In einem Testament können die verschiedensten erbrechtlichen Anordnungen getroffen werden,  beispielsweise Vermächtnisse,  Auflagen,  Teilungsanordnungen,  Testaments- vollstreckungen etc. Eine  Ausnahme bildet der gesetzliche  Pflichtteil,   der  durch eine  Verfügung von Todes wegen nicht ausgeschlossen werden kann. Er beträgt grundsätzlich die Hälfte des Wertes des  gesetzlichen Erbteils.  Pflichtteilsberechtigte  sind u.a.  die Ehegatten,  eingetragene Lebenspartner sowie die Kinder. __________________________________ Ist der Erbfall eingetreten,  sind für die  Angehörigen vielfach behördliche,  finanzielle und vertragliche Angelegenheiten des Verstorbenen zu klären. Nachdem das Standesamt die Sterbeurkunde ausgestellt hat, wird diese an das am letzten Wohnsitz des Erblassers zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Dort wird geprüft, ob eine Verfügung von Todes wegen in der Testamentskartei registriert ist. Ist eine solche verzeichnet, wird Termin zur Eröffnung dieser Verfügung bestimmt und die Erben werden hierzu förmlich eingeladen.  Ist eine solche nicht vorhanden, wird der Ange- hörige, Dritte etc., der in der Sterbeurkunde benannt ist, vom Nachlassgericht geladen und um Mithilfe bei der Erbenermittlung sowie um Übergabe evtl. vorhandener Testamente ge- beten. Da mit einem  Erbe aber auch Schulden verbunden sein können,  besteht die Möglichkeit, ein Erbe auszuschlagen, und zwar durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht binnen einer Frist von sechs Wochen nach Kenntnis des Erbfalls.    © 2018 Rechtsanwaltskanzlei Jansik