Grundsätzlich bestimmt sich die Vergütung des Rechtsanwalts für seine Tätigkeit
nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) sofern keine Vergütungsvereinbarung abgeschlossen wurde.

Handelt es sich um eine Erstberatung des Mandanten (und ist dieser Verbraucher) so beträgt die Vergütung höchstens 190,00 Euro, sofern keine Vergütungsvereinbarung getroffen wurde.

Ist ein Rechtsanwalt außergerichtlich für seinen Mandanten tätig, ist für das Betreiben des Geschäfts einschließlich der Information ein Gebührensatzrahmen zwischen 0,5 bis 2,5 vorgesehen.  Eine Gebühr von mehr als 1,3 kann dabei nur gefordert werden, wenn die Tätigkeit umfangreich oder schwierig war. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Gegenstandswert, der jeweils nach dem erteilten Auftrag bestimmt wird.

Wird ein Rechtsanwalt z. B. innerhalb eines Ehescheidungsverfahrens tätig, entstehen  eine 1,3 Verfahrensgebühr sowie eine 1,2 Termingebühr, u.U. auch eine 1,0 Einigungsgebühr. Auch hier richtet sich die Höhe der Gebühren nach dem s.g. Verfahrenswert, der durch das Familiengericht festgesetzt wird. Die Kosten eines Ehescheidungsverfahrens werden von einer Rechtsschutzversicherung nicht übernommen. In vielen Fällen besteht aber Versicherungsschutz für eine Erst-beratung. Wer nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen diese Kosten nicht aufbringen kann, hat die Möglichkeit, beim zuständigen Amtsgericht Beratungshilfe bzw. in gerichtlichen Verfahren Verfahrenskostenhilfe zu beantragen.